His­to­rie

Stif­tung Hes­si­sches Wai­sen­haus zu Kas­sel

1960

gegrün­det
in Hes­sen

Die Geschich­te

His­to­rie & Gegen­wart

Die Stif­tung HES­SI­SCHES WAI­SEN­HAUS ZU KAS­SEL, gegrün­det von Land­graf Carl (1670–1730), ist eine der ältes­ten des Lan­des Hes­sen.

Wur­de sie ursprüng­lich zur Besei­ti­gung des „Gas­sen­bet­telns“ errich­tet, indem sie Arme und Wai­sen unter­stütz­te und beher­berg­te, so nahm sie sich bald all­ge­mein auch der Pfle­ge ver­wahr­los­ter Kin­der und Jugend­li­cher an.

In der Kas­se­ler Unter­neu­stadt wur­den Ende des 17. Jahr­hun­derts dafür Gebäu­de errich­tet und als „Refor­mier­tes Wai­sen­haus“ und „Fin­del­haus“ aus­ge­wie­sen.

Zeit­wei­lig wur­den dort aber auch alters­schwa­che Per­so­nen auf­ge­nom­men, in Heim­erzie­hung Jugend­li­chen eine Berufs­aus­bil­dung ermög­licht und Fin­del­kin­der unter­ge­bracht, für deren Pfle­ge Ammen ange­wor­ben wur­den.

1920

Refor­mier­tes
Wai­sen­haus

1920

Refor­mier­tes Wai­sen­haus

Durch lan­des­herr­li­ches Rescript vom 30.1.1770 wur­de die Hof- und Wai­sen­haus-Buch­dru­cke­rei ins Leben geru­fen und der Stif­tung ange­glie­dert. Als Regie­rungs­dru­cke­rei, Bibel und Gesang­buch­ver­lag hat sie bis 1995 bestan­den.
Im Jahr 1943 wur­de das „Refor­mier­te Wai­sen­haus“ in „Hes­si­sches Wai­sen­haus“ umbe­nannt.

Durch die Zer­stö­rung Kas­sels am 22. Okto­ber 1943 wur­de der die Unter­neu­stadt prä­gen­de Gebäu­de­kom­plex ver­nich­tet.

Da an einen Wie­der­auf­bau in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten nicht zu den­ken war, ver­leg­te die Stif­tung „Hes­si­sches Wai­sen­haus“ ihre Akti­vi­tä­ten auf die Betreu­ung streu­nen­der und hei­mat­lo­ser Kin­der, die im Bad Hers­fel­der Lager Wald­schän­ke aus den Ost­ge­bie­ten anka­men.

In der als „Glim­mes­müh­le“ bezeich­ne­ten Ein­rich­tung wur­den auch Kin­der aus Hei­men, die nach dem Krieg auf­ge­löst wur­den und ers­te „Besat­zungs­kin­der“ in fami­li­en­ähn­li­cher Umge­bung ver­sorgt.

1945 bis heu­te

Wai­sen­haus
Dru­cke­rei 1962

1945 bis heu­te

Der Neu­an­fang

Im Jah­re 1954 konn­ten im neu errich­te­ten „Jugend­wohn­heim Weh­ne­berg“ in Bad Hers­feld den ca. 60 Kin­dern ein fes­tes Zuhau­se geschenkt wer­den. Mit der ver­än­der­ten Geset­zes­la­ge wur­de ab 1981 der Jugend­heim­be­trieb obso­let.

Durch den Wie­der­auf­bau der Kas­se­ler Unter­neu­stadt wur­de dem „Hes­si­schen Wai­sen­haus“ zugleich die Mög­lich­keit eröff­net, am Ort sei­ner Ent­ste­hung eine Kin­der­ta­ges­stät­ten- und Hort-Arbeit auf­zu­bau­en, die stän­dig wei­ter ent­wi­ckelt wird.

Stif­tung Hes­si­sches Wai­sen­haus zu Kas­sel

Heu­te

Die Stif­tung Hes­si­sches Wai­sen­haus zu Kas­sel ist heu­te Trä­ge­rin moder­ner Ein­rich­tun­gen der Kin­der- und Jugend­hil­fe auf Grund­la­ge §§ 22–26 SGB VIII (Kin­der- und Jugend­hil­fe­ge­setz).

In unse­rer Kin­der­ta­ges­stät­te wer­den Kin­der vom drit­ten Lebens­jahr bis zu ihrer Ein­schu­lung auf­ge­nom­men.

Auch für Kin­der unter drei Jah­ren sind Betreu­ungs­plät­ze vor­han­den. Es besteht die Mög­lich­keit, behin­der­ten und von Behin­de­rung bedroh­ten Kin­dern einen Kin­der­ta­ges­stät­ten­platz anzu­bie­ten. Dar­über hin­aus ist die Stif­tung Hes­si­sches Wai­sen­haus in der Lage, die Trä­ger­schaft wei­te­rer dem Stif­tungs­zweck ent­spre­chen­der Ein­rich­tun­gen zu über­neh­men.

In der Tra­di­ti­on des hes­si­schen Land­gra­fen­hau­ses wer­den unse­re Ein­rich­tun­gen als evan­ge­lisch gepräg­te Häu­ser geführt. In die­sem Geist ist es unser Bestre­ben, jedes ein­zel­ne Kind in sei­ner eigen­ver­ant­wort­li­chen und gemein­schafts­fä­hi­gen Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung zu för­dern.

Alter und Ent­wick­lungs­stand, Sprach­fä­hig­keit, Reli­gi­on, eth­ni­sche Her­kunft und indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se der Kin­der fin­den ihre Berück­sich­ti­gung. Als Trä­ger der frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge sind die Stif­tungs­ein­rich­tun­gen der Dia­ko­nie Hes­sen ange­schlos­sen.